Jürgen Zerbes, geboren am 11.09.1963 in Herten, lernte zunächst autodidaktisch Tenorsaxophon und erhielt dann acht Jahre Instrumentalunterricht vorwiegend auf dem Altsaxophon. Seit Anfang der 80-er Jahre ist er Mitglied zahlreicher Ruhrgebietsformationen in den Bereichen Hardbob, Freejazz, Neue Musik und Weltmusik. Als Hauptinstrumente setzt Zerbes das Altsaxophon und das Baritonsaxophon ein. Zerbes geht es in seinem Spiel vor allem um eine Verknüpfung von Improvisation und Komposition sowie der dabei entstehenden Kommunikation zwischen den Musikern und den Zuhörern.
Rahmentrommel, Conga, Schlagwerk
geboren 1953 in Dortmund. Seit 15 Jahren leidenschaftliche Percussionistin, verknüpft kubanische Rhythmen (zweijährige Ausbildung in moderner und klassischer kubanischer Percussion) mit eigenen rhythmischen Ideen und kreativem Solospiel. Adelheid Seehoff ist Mitglied im Atelier21 und der KulturMeileNordstadt.
Instrumente: Conga-Set umfasst drei Trommeln: Quinto, Conga und Tumba, die ursprünglich überwiegend auf Kuba und in Südamerika gespielt wurden, aber inzwischen in vielen anderen Ländern und deren Musikrichtungen eingesetzt werden.
Rahmentrommel ist nicht nur wegen ihrer fast weltweiten Verbreitung, sondern auch ob ihres ehrwürdigen Alters bemerkenswert. Ein Ziegenfell auf einen Holzrahmen gespannt lässt in der Mitte tiefe Basstöne und am Rand ausklingende helle Obertöne entstehen. Im östlichen Mittelmeerraum heißt die Rahmentrommel Duff, Tar oder Doira.
diverse Klanginstrumente Chimes, Shekere, Glocken, afrikanische Schlitztrommel
Sequencer ersetzt beim Trio Sibiu manchmal den Bassisten. Ein Sequencer spielt meist kurze, sich ständig wiederholende Melodien. Anders als sonst üblich läuft er bei uns nicht von allein, sondern wird per Pedal weitergeschaltet.
Windcontroller, Querflöte, Pedal, MIDI-Saron
geboren 1958 in Münster. Bin ich nun von der Elektronik zur Musik gekommen oder umgekehrt? Auf jeden Fall hat es mich immer fasziniert, elektronische Musikinstrumente selbst zu bauen. Lange Jahre war ich der Ansicht, so einer müsste zwangsläufig die schwarzen und weißen Tasten bedienen. Eines Tages erfüllte ich mir einen Jugendtraum und kaufte mir eine Querflöte. Schlagartig wurde mir klar: dies ist endlich ein Instrument, bei dem man den Klang in der Hand hat, anstatt davor zu sitzen. Der MIDI-Windcontroller, den ich mir kurz danach zulegte, ermöglichte es mir, trotz Verzicht auf das Keyboard weiter Synthesizer zu spielen.
Mein Instrumentarium: Wind MIDI Controller (Yamaha WX5) steuert elektronische Klangerzeuger, so wie es sonst üblicherweise ein Keyboard tut. Die Griffweise ähnelt der eines Saxofons. Außerdem werden der Blasdruck und der Lippendruck an den Klangerzeuger übermittelt, was eine Lebendigkeit des Spiels ermöglicht, an die bei einem Tasteninstrument überhaupt nicht zu denken ist. Dieses Instrument ist gar nicht so exotisch, wie oft angenommen wird: http://www.patchmanmusic.com/WindControllerLinks.html http://windsynth.net/index.html
Querflöte konventionell, gelegentlich mit elektronischen Effekten verfremdet.
Pedal Marke Eigenbau. Von der Mechanik her ein normales einoktaviges Orgel-Basspedal, aber mit der Möglichkeit, jeder Taste bis zu acht beliebige Noten zuzuweisen, einzelne Tasten "einzurasten" und durch Drücken anderer Tasten wieder "auszulösen". Außerdem kann dieses Gerät dem an sich monophonen Windcontroller weitere Stimmen hinzufügen.
MIDI-Saron Marke Eigenbau. Wie der Windcontroller und das Pedal kein Klangerzeuger sondern nur ein Steuergerät. Sechzehn Schlagflächen, die mit Schlegeln wie ein Xylofon gespielt werden. Gamelan-Musik fasziniert mich, und ursprünglich hatte ich ein ähnliches Instrument dafür gebaut. Ein Saron ist ein Metallofon, das in der Gamelan-Musik benutzt wird, daher der Name.
Synthesizer (Yamaha VL70-m) Obwohl es sie schon seit 15 Jahren gibt, sind die Synthesizer der VL-Serie im Zusammenhang mit Windcontrollern unerreicht. Es werden keine Samples benutzt, sondern die Physik eines Blas- oder Saiteninstrumentes simuliert.
Laptop bestückt mit einer Armada von Software-Klangerzeugern. Ich hatte noch nie einen Klangerzeuger, der gleichzeitig so handlich und so vielseitig ist.